Ich geh weg von hier.
Ich geh in die Länder der Kunst,
weg aus den Wüsten von Dreck
und Konservengemülle.

Wieder durchwate ich grauschlammigen Dunst;
werfe hinter mich alles leere Gedenk
um Nutzen, Rausch, Poker, prestigelichen Zweck,-
und ich trete ein in die klare, klingende Stille.

Hier ergreif ich ein Licht. Ich erschaffe mir
ein großes, weißes, einhörniges Tier.

Um uns quellen und wirbeln in zentrischen Ringen
Wellen aus gleißender Glut, und es springen
Funken in reicher und reicherer Fülle,
den Göttern der Schönheit ein Erdengeschenk;
überall, zeitenweit, hier...
von Inge Müller-Matthies
in "Ausgewählte Werke V" 2003 der Nationalbibliothek des
deutschsprachigen Gedichts
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